Regional/Cultural Day
Lazarett und die Weihnachtslieder
Der rumänische Winter ist reich an Bräuchen und Traditionen, die bis in vorchristliche Zeiten zurückreichen. Der wichtigste ist das "Colindat" (Weihnachtssingen), das am Heiligabend beginnt und bis zum Neujahr andauert. Das Colindat ist nicht nur Singen: Es ist ein Ritual, und die Sänger sind in Gruppen eingeteilt (Kinder, Jugendliche und Erwachsene), die von Haus zu Haus gehen, die "Colinde" (Weihnachtslieder) singen und Geschenke wie Obst, Nüsse und Brezeln erhalten. Das wichtigste Lied ist "O, brad frumos" (O, schöner Tannenbaum), das unter dem Fenster des Hauses gesungen wird. Weitere Winterbräuche sind die "Capra" (die Ziege), ein ritueller Tanz, bei dem ein Mann mit einer Ziegenmaske durch das Dorf tanzt, und der "Ursul" (der Bär), ein ritueller Tanz, bei dem ein Mann mit einem Bärenfell durch die Straßen tanzt, um böse Geister abzuwehren. Der "Plugusorul" (der kleine Pflug) ist ein Gedicht, das von Kindern am Neujahrstag vorgetragen wird, um dem Haushalt ein wohlhabendes Jahr und eine reiche Ernte zu wünschen.